Terror in Tokio

Inhalt

Ein schockierender Terroranschlag versetzt ganz Tokio in Angst und Schrecken. Von den Tätern fehlt jede Spur. Der einzige Hinweis auf die Bombenleger scheint ein skurriles Internetvideo zu sein. Zwei maskierte Jugendliche, die sich Sphinx nennen, kündigen darin die Explosion bereits einen Tag zuvor an. Und es soll nicht der letzte Anschlag gewesen sein: Denn Sphinx, stellen der Polizei immer neue Rätsel, die innerhalb kurzer Zeit gelöst werden müssen, um weitere Bombenanschläge zu verhindern.
Der degradierte Chefermittler Shibazaki scheint der Einzige zu sein, der die mysteriösen Sphinx-Rätsel lösen kann. Er wird offiziell mit dem Fall betraut und findet dabei Erschreckendes über die Hintergründe heraus: Sphinx war offenbar an einem Plutoniumdiebstahl beteiligt. Sollte es sich beim letzten Sprengsatz der vermeintlichen Terroristen um eine Atombombe handeln?


Meinung

Klassischer Krimi/Thriller mit leichten Science Fiction Einschlägen, erinnert am ehesten noch an Death Note, vor allem was das Katz und Maus Spiel der beiden mit der Polizei angeht, wobei Death Note mehr Eier hatte, bei TiT (großartiges Akronym) war man offensichtlich äußerst darum bemüht, die beiden nicht zu sehr zum „Bösen“ abdriften zu lassen und so sympathisch wie möglich darzustellen. Die Charaktere sind und bleiben aber leider allesamt recht holzschnitthaft, liegt jedoch auch an der straffen Erzählweise in Kombination mit der kurzen Laufzeit.
Trotzdem, solide und unterhaltsame Serie, die den Fokus eben mehr auf das Vorantreiben der Story als auf Charakterentwicklung legt. Auch animationstechnisch ist es prachtvoll anzusehen, der Soundtrack hebt sich, wie üblich bei Watanabe, ebenfalls von dem typischen J-Pop/Rock Gedüdel ab – und dennoch: irgendetwas fehlt mir, um vollends zu begeistern. Dazu lassen Handlung und Spannung in der zweiten Hälfte, also circa ab Volume 2, nochmal etwas nach.


Technisches

Da gibt es nicht viel zu beanstanden. Die Episoden wurden mit hoher Bitrate auf Dual-Layer Scheiben gepresst. Dazu kommt die für Universum übliche gute Synchro. Nur die Schärfe bewegt sich eher im Mittelmaß, was sich speziell bei den Figuren bemerkbar macht, die fotorealistischen Hintergründe kommen dagegen deutlich besser zu Geltung. Eventuell wurde TiT nur in 720p produziert, soll selbst bei neueren Titeln noch vorkommen.
Ebenfalls nicht ungewöhnlich für Animeserien, ist der nichtvorhandene Surround-Mix, aber sowohl deutscher als auch japanischer Stereo-Ton liegen im verlustfreien DTS-HD Master Audio Format vor.
Wie man Kapitel korrekt setzt muss Universum noch lernen: Beim Marathonglotzen will ich mir nicht ständig erneut das komplette Opening anschauen, also einfach zum nächsten Kapitel schalten, was mich direkt zum Ende des Openings bringt – aber halt! – leider funktioniert das hier nicht und ich lande beim Ende der Episode. So bleibt einem nur die Vorspultaste, womit man eben nicht exakt auf Knopfdruck das Opening überspringen kann. Nicht Optimal gelöst.


Extras

Der typische Mangel an Material bei Animeserien. Auf den Discs befindet sich daher nur das Standardzeugs wie textloses Opening und Ending, sowie diverse Trailer. Immerhin spendiert Universum jedem Volume ein Booklet mit jeweils über 40 Seiten, die nicht nur mit netten Bildchen gefüllt sind, sondern auch einiges an Text – inkl. massig Interviews – enthalten.
Aufmachung auch sehr nett: Schicker Pappüberzieher mit Cover im Mangastil, darunter jeweils noch ein farbiges Wendecover mit unterschiedlichen Motiven. FSK-Kennzeichnung nur als ablösbarer Sticker vorhanden.
Man hat also noch einiges herausgeholt.


Gesamturteil: 7 / 10


© Terror in Resonance Committee / Universum Film GmbH


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