Remo

Inhalt

Als ein straßenkampferprobter New Yorker Cop (Fred Ward) nach einem seltsamen Überfall wieder zu Bewusstsein kommt, fängt für ihn ein neues Leben an: Er hat ein neues Gesicht – und eine neue Identität! Und das alles für seinen neuen Job: Verbrecherjäger Nummer eins bei einer streng geheimen Organisation. Nun muss Remo gegen die dicken Fische ran. Doch bevor er richtig zuschlagen kann, geht er noch bei Chiun, dem koreanischen Altmeister der Selbstverteidigung (Joel Grey) in die Lehre. Er lernt, wie man Kugelfeuer ausweichen und seinen Körper als tödliche Waffe einsetzen kann. Aus ihm wird Remo, die ultimative Kampfmaschine – unbewaffnet und gefährlich…


Meinung

Ein damals beim Kinostart zu Unrecht verschmähter Film mit dutzenden unvergesslichen Sprüchen und netter – wenn auch nicht übermäßig spektakulärer – Action, wobei insbesondere die faschistoide Organisation, in die Remo eingespannt wird, sicherlich noch deutlich mehr Potential für satirische Spitzen geboten hätte (ich denke da z.B. an Verhoevens RoboCop und Starship Troopers), aber es bleibt vor allem eben eine simple Actionkomödie – eine höchst unterhaltsame.
Auch wenn Fred Ward nicht unbedingt der Hauptdarsteller-Typ ist, liefert er doch eine ordentliche Performance ab. Und Joel Grey, der Remos koreanischen Ausbilder mimt, ist zwar so sehr Asiate wie David Carradine oder Christopher Lee, macht seine Sache ansonsten allerdings gut.

Der Originaltitel lautet übrigens „Remo Williams: The Adventure Begins“, nur war das Abenteuer bereits mit diesem Film zu Ende. Ein paar Jahre später (1988) wurde in den USA der Pilotfilm zu einer Fernsehserie, die nie zustande kam, ausgestrahlt. Ein Jahr darauf startete Marvel eine kurze Comicreihe, und das war’s dann erst einmal mit Remo. Wer mehr über seine Abenteuer erfahren will, ist trotzdem nicht ganz verloren: die englische Originalreihe ist in Form von E-Books erhältlich.
2014 wurde dann bekannt, dass Shane Black einen neuen Remo/Destroyer Film drehen will, jedoch wird wohl nicht vor 2017 damit zu rechnen sein. Scheint der ideale Mann dafür zu sein, wenn man sich seine Vita so ansieht: unter anderem Kiss Kiss Bang Bang (Drehbuch und Regie) und Lethal Weapon (Drehbuch).


Technisches

Das Bild ist okay, aus der Nähe betrachtet recht grieselig und speziell anfangs machen sich hin und wieder Streifen bemerkbar, ansonsten halten sich Verschmutzungen für das Alter stark in Grenzen.
Normalerweise sind die Titel aus der Action Cult Uncut-Reihe identisch mit den alten Auflagen, aber diese DVD ist nun erstmals uncut, da die deutsche Fassung bisher immer um mehrere Minuten an Dialogen gekürzt war – warum auch immer… Die paar vormals geschnittenen Szenen wurden natürlich nicht neu synchronisiert, sondern sind in O-Ton vorhanden und deutsch untertitelt.
Bei den Tonspuren hat man im Vergleich zur alten DVD etwas gespart und bietet nur mehr Englisch und Deutsch (Stereo) an, was für den deutschen Markt ohnehin ausreichen sollte. Untertitel ebenso Deutsch und Englisch.


Extras

Originaltrailer und Wendecover.


Gesamturteil: 7,5 / 10


Der neue Arbeitgeber von Remo hat eine eher unorthodoxe Rekrutierungsmethode.
Wo steckt Higgins, wenn man ihn braucht?
Bei allem Testosteron-Rausch: Love Interest muss sein.
Ob die bei Orion Pictures schon mal einen echten Koreaner gesehen haben?
Explosion gegen Ende muss ebenfalls sein. Bonuspunkte gibt’s, wenn man betont lässig davon weglatscht.
Jesus 2.0

© Orion Pictures / Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.


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