Roar

Inhalt

Zusammen mir ihren drei Kindern reist Madelaine nach Afrika, um dort endlich wieder mir ihrem Ehemann Hank vereint zu sein. Nach Jahren der Trennung steht die große Familien-Reunion kurz bevor. Durch eine Verknüpfung unglücklicher Umstände geschieht es jedoch, dass Hang nicht wie abgemacht am Treffpunkt erscheint. Aus diesem Grund machen sich die Neuankömmlinge alleine auf den Weg zu Hanks Ranch. Sie ahnen nicht, dass Hank schon längst nicht mehr alleine lebt. Das reine Chaos ist vorprogrammiert, als Madelaine und die Kinder sich Hanks Mitbewohnern gegenübersehen: Einer Horde von 150 Wildkatzen.


Meinung

Manche Filme sind allein schon durch ihre Historie bemerkenswert. So verbrachte Familie Marshall bereits zuvor Jahre mit dem Großziehen von Raubkatzen. Dies wird auch ermöglicht haben, solche Filmszenen überhaupt halbwegs ungefährdet zu überstehen – Verletzungen von Cast und Crew gab es dennoch dutzendfach. Als sie dann jedenfalls so viele Katzen angesammelt hatten, wie andere Leute Pokémon, konnten die Aufnahmen endlich beginnen. Alles in allem dauerte es über zehn Jahre bis der Film fertig war, welcher 17 Millionen Dollar verschlang, weltweit etwa 10 wieder einspielte, zudem die Ehe von Tippi Hedren und Noel Marshall in Scherben hinterließ.
Man hat es sogar geschafft, so etwas wie eine Handlung um die Tierszenen zu zimmern. Hauptaugenmerk bleibt aber auf den vielen Raubkatzen, mit ihren von drollig bis hin zu bedrohlich wirkenden Szenen (die Angst mancher Darsteller war gewiss nicht immer gespielt), ohne dabei in billige Exploitation-Gefilde abzusinken. Das Ende bleibt zwar weiterhin recht absurd, wirkt im Director’s Cut zumindest etwas weniger abrupt, als ich es von der deutschen Fernsehausstrahlung in Erinnerung hatte.
Die Behauptung im Vorspann, dass keine Tiere beim Dreh verletzt wurden, mag wohl zutreffen, doch durch eine Flut nach mehrtägigem Regen, flohen drei Löwen vom Gelände und wurden von der Polizei abgeschossen. Gut, genau genommen wurden sie ja nicht direkt beim Dreh getötet, ein bitterer Beigeschmack bleibt eben.
Nichtsdestotrotz ein sehenswertes Unikat und Kuriosum von der kurzweiligen Sorte (ein Faible für die Viecher vorausgesetzt). Mit besserer Bildqualität wären auch knappe sieben Punkte drin gewesen, aber so kann ich mich nicht dazu durchringen, mehr als sechs zu vergeben.


Technisches

Das Bild ist nicht gerade HD-würdig und ziemlich plattgefiltert, dabei gehört dieses Release noch nicht einmal zu den schlechtesten DigiDreams Blu-rays (Freudscher Verschreiber: hier hatte ich ursprünglich „Blur-rays“ getippt. Nicht ganz unpassend…)
Ton (und Untertitel) Deutsch und Englisch, jeweils in Stereo und im 5.1 Upmix.
Für den Kauf spricht eigentlich nur der Preis von unter 10 Euro und dass der Film eben etwas Einzigartiges ist, das man mal gesehen haben sollte…


Extras

Beim Bonusmaterial kann die Scheibe sogar auftrumpfen: Making of, die komplette alte US und deutsche Schnittfassung (Bildvergleich), etc.
Außerdem eine Bonus CD, die den Soundtrack enthält. Qualitativ leider mäßig, klingt nach schlechtem Vinyl-Rip. Eigentlich sollte der Soundtrack nur bei der alten limitierten Auflage enthalten sein und wird auch nirgends auf der Verpackung erwähnt – merkwürdig.


Gesamturteil: 6 / 10


Erinnert dank Filter an ein Aquarell…
Knusper, knusper, knippie, wer knabbert am haarigen Hippie?
Haufenweise nasse Muschis. Und der Film ist ab 6 freigegeben – Skandal!
Awww.
Awww.
Who let the lions out!? Roar, roar, roar, roar, roar!

© 2015 DIGIDREAMS Studios


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