Iron Maiden – The Book Of Souls

1.01 If Eternity Should Fail *****
1.02 Speed Of Light ****
1.03 The Great Unknown ****
1.04 The Red And The Black ****
1.05 When The River Runs Deep *****
1.06 The Book Of Souls *****
2.01 Death Or Glory ****
2.02 Shadows Of The Valley ***
2.03 Tears Of A Clown ***
2.04 The Man Of Sorrows ****
2.05 Empire Of The Clouds *****


The Book Of Souls ist deutlich besser als Final Frontier, kommt aber nicht ganz an A Matter Of Life And Death heran, um zum Vergleich die letzten Alben heranzuziehen. Wie schon in den letzten Jahren, ist Kevin Shirley wieder für die Aufnahmen verantwortlich, und das ist auch gut so; klar gibt es Zugeständnisse an aktuelle Hörgewohnheiten, aber kein zu absurd hoher Lautstärkepegel, sowie keine Überkomprimierung, Dynamik ist noch vorhanden. Vermutlich wurde die Basis der Songs auch wieder live im Studio eingespielt. Das ist, vor allem was modernen Metalsound angeht, vielleicht nicht das Allerfetteste vom Fetten, klingt aber ehrlich und direkt.
Die zweite CD kann das Niveau nicht ganz halten. Mich beschleicht das Gefühl, dass Empire Of The Clouds nicht mehr auf die erste Disc passte und man es deshalb – aufgefüllt mit B-Sides – auf eine zweite Disc bannte. Es sind ja durchaus okaye B-Sides, so ist es nicht. Würde auch erklären, weshalb die Deluxe Edition von TBOS bloß ein großes Booklet als Extra und keine Bonustracks enthält – alles Verwertbare ist eben schon drauf. Andererseits waren Maiden schon immer knausrig was Bonustracks angeht…
Wie auch immer, The Book Of Souls ist jedenfalls ein äußerst gelungenes Album geworden. Abwechslungsreich, da geschickt mit Einflüssen aus allen Phasen ihrer langen Historie und ein paar frischen Ideen verwoben. Ein würdigerer Abschluss als Final Frontier, sollte es denn das letzte Album gewesen sein.
8 / 10

Gehen wir die einzelnen Tracks kurz durch:

If Eternity Should Fail
Starke und atmosphärische Eröffnung. Tempo- und Melodiewechsel füllen die 8 Minuten gut aus.

Speed Of Light
Erinnert an frühen Hard Rock/Heavy Metal à la Judas Priest. Kein Glanzpunkt, aber macht Spaß.

The Great Unknown
Solider Mid-Tempo Song, könnte 1-2 Minuten kürzer sein.

The Red And The Black
Hochgradig melodisch, fast schon zu überladen, wenn dann auch noch der Gesang einsetzt. Und Ausnahmebassist Harris darf sich mal etwas mehr austoben. Ebenfalls 1-2 Minuten kürzer bitte, ansonsten sehr fein.

When The River Runs Deep
Zweites Highlight. Die Gitarren gefallen ausgesprochen gut, die Länge passt perfekt. Klingt gleichermaßen unverbraucht wie einprägsam. Ich hätte das hier statt Speed Of Light als Single genommen. Mir scheint übrigens, die Band verwendete auf diesem Album ungewöhnlich häufig Wah-Pedale.

The Book Of Souls
Epische Hymne zum (vorersten) Finale. Melodien und Vocals, die sofort reingehen, klasse Soli, Riffs und Drumming – kurz: passt alles.

Nun zu Disc 2:

Death Or Glory
Typischer Dickinson-Stoff. Schnörkellose Uptempo-Nummer. Hätte auch exzellent auf die Matter Of Life And Death gepasst.

Shadows Of The Valley
Was sofort auffällt; der Anfang wurde von Wasted Years recycelt. Okay, aber ein generischer Maidensong ohne besondere Merkmale, und einfach nicht interessant genug, um 7 Minuten zu überbrücken.

Tears Of A Clown
Nette Soli, ansonsten meh.

The Man Of Sorrows
Ganz gute Powerballade. Überraschend basslastig. Es geht leicht aufwärts…

Empire Of The Clouds
Und wir sind am Zenit der zweiten CD angelangt. Der längste Iron Maiden Song bisher. Abwechslungsreich genug um 18 Minuten zu tragen. Der Mix ist ausgezeichnet und transparent – besonders auf die starke Bassarbeit als Fundament achten, die durchgehend gut wahrnehmbar ist, ohne fast schon zu boomy zu werden, wie noch beim Man Of Sorrows zuvor! Ehrlich gesagt, hätte ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass Dickinson als Hauptsongwriter für zwei (Empire & Eternity) der stärksten Songs des Albums verantwortlich sein würde. Chapeau!


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