Das Haus des blutigen Satans

Inhalt

Die Inneneinrichterin Margaret Walsh erhält einen etwas seltsamen Auftrag, für den sie ihre amerikanische Heimat verlassen und nach England reisen muss. Ihr Freund Pete Danner reist mit ihr.
Doch auf dem Land haben die beiden um ein Haar einen Motorradunfall, woraufhin sie von dem angejahrten Jason Mountolive eine Einladung in sein Haus erhalten.
Doch finden sie bald heraus, dass Mountolive auch derjenige ist, der Maggie für den Job engagiert hat. Während Pete und Maggie noch über das mysteriöse Anwesen, die angeblich tödliche Krankheit Mountolives und die Krankenschwester Adams rätseln, lädt ein Helikopter fünf weitere Eingeladene auf dem Anwesen ab: Hotelbesitzer Jacques Grandier, Verlegerin Barbara (Hildegarde Neil), die erfolgreiche Schwimmerin Maria Gabrieli der Ex-Soldat und Waffenproduzent Karl Liebknecht sowie der Musiker Clive Jackson.
Alle haben in ihrer Vergangenheit Verbrechen begangen, für die sie nun bestraft werden – und Maggie und Pete scheinen die Umgebung des Anwesens nicht verlassen zu können, was immer sie auch versuchen…


Meinung

Nicht übermäßig spannend oder aufregend, aber auch keine totale Schlaftablette. Einige Szenen sind ganz gut gelungen, andere hätte man wiederum deutlich besser inszenieren können. Die Swimmingpool-Todeszene zum Beispiel war recht intensiv. Doch dann kommt wieder so etwas wie Maggies und Petes Flucht mit dem Auto, die immer wieder am Anwesen endet vor dem sie flüchten. Hier kommt der Terror einfach nicht richtig durch, es hat eher etwas Komisches – die Pferdeklau-Aktion zuvor, wirkt sich diesbezüglich auch eher kontraproduktiv aus… Richtig inszeniert kann so eine Endlosschleife durchaus effektiv sein, siehe Carpenters Mächte des Wahnsinns.
Mit durchdachterer Umsetzung wie Drehbuch (zu viele Köche-Syndrom), besseren Hauptdarstellern und passenderer Musik hätte es ein richtig guter Film werden können. Für den Horror/Grusel-Fan, der sonst schon alles gesehen hat, ist dieser im deutschen Raum bisher rare Streifen aber durchaus ein sehenswerter Geheimtipp. Relativ altmodisch inszeniert, darf man nicht mit viel Explizitem rechnen – ein paar blutige Schnitte in Sachen „Gore“, eine Frau im Schwimmanzug sowie Sam Elliotts nackter Hintern (erstaunlich unbehaart in Anbetracht seiner Vorderseite) in Sachen „Erotik“ sind das Höchste der Gefühle. Optisch geboten bekommt man zudem atmosphärische englische Landschaften und Gebäude, wie eine generell recht schicke Kameraarbeit. Die Effekte sind passabel, nur die – zum Glück selten verwendeten – Masken können nicht überzeugen.


Technisches

Das Bild ist überraschend gut, bedenkt man, dass die Horror Line doch eher nach Ramsch-Reihe aussieht. Vereinzelte Aufnahmen sind etwas blasser und grieseliger, aber im Durchchnitt sind Kontrast und Schärfe gut.
Beide (DD 2.0) Tonspuren sind ganz gut in Schuss. Ziemlich zischig bei den S-Lauten, ansonsten leicht verständlich. Auffällig ist nur ein lauter Knackser kurz vor dem Abspann bei der deutschen Tonspur.
Untertitel sind gar keine vorhanden. Ein kurzer, vormals wohl geschnittener, Dialog läuft somit im O-Ton ohne Untertitel.


Extras

Originaltrailer und ein Wendecover mit alternativem Motiv.


Gesamturteil: 5,5 / 10


blutsat2
Das besagte Spukhaus der menstruierenden Kannibalen-Satanistinnen, oder so ähnlich. Ich verwechsel die bescheuerten deutschen Titel ständig…
blutsat3
Beim Schnurrbart kann Tom Selleck noch mithalten, beim Brusthaar wird es schon enger.
blutsat4
Yup, es ist der Typ von The Who.
blutsat5
Eine weitere blutige Satansdienerin.
blutsat6
Und das ist blutig im buchstäblichen Sinn.

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Ein Kommentar zu “Das Haus des blutigen Satans”

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