Exodus – Die Geschichte vom verzauberten Königreich

Inhalt

Die Menschheit hat sich im „Großen Krieg“ nahezu ausgelöscht und die Erde verwüstet. Nun ist die Zeit der Kreaturen der Dunkelheit unter der Führung des Dämons Haring Bagulbol (Jay-R) gekommen. Sie haben die Herrschaft übernommen und kennen nur ein Ziel: die Vernichtung der noch lebenden Menschen. Diese hausen versteckt in Siedlungen, die umgeben sind von dunkler, tödlicher Magie. An den wenigen Plätzen auf dem Planeten, an denen das Gute, die weiße Magie, vorherrscht, sind die fünf Elemente – Feuer, Erde, Wasser, Luft und der Geist des Lichtes – vereint. Deren Zusammenwirken ist nötig, um das Böse von der Erde zu vertreiben.
Der Martial Arts Kämpfer Exodus (Ramon ‘Bong’ Revilla, Jr.) scheint der Auserwählte zu sein, die menschliche Rasse zu retten. Nur widerwillig stellt er sich seiner Berufung. Er muss sich auf eine gefährliche Reise machen, um die Elemente an sich zu bringen und die Dämonen zu besiegen. Auf seinem Weg muss er sich nicht nur durch unwirtliche Landschaften kämpfen, auch die Kreaturen der Nacht stellen sich ihm in den Weg…


Meinung

Dass einem schon vor Filmstart ein Grinser ins Gesicht gezaubert wird, ist eher selten. Das Hauptmenü ist unterlegt mit einer käsigen Disney-Kitschballade. Es zeigt sich schnell, dass der Vergleich gar nicht so fern liegt. Bei der Einleitung wird klar, dass der Film zum 10-jährigen Jubiläum des Enchanted Kingdom Freizeitparks entstand. Ein billiger Promofilm für einen Freizeitpark also? Weit gefehlt. Zum Zeitpunkt der Entstehung (2005), soll es sogar der teuerste philippinische Film gewesen sein. Im internationalen Vergleich jedoch wirkt er mehr wie ein sehr ambitionierter Amateurfilm.
Weitestgehend ordentliche Sets, Make-up und Kostüme, abgesehen vom Zentaur (bzw. Tikbalang), mit seinem lächerlichen Ganzkörperkostüm inklusive aufgemalter Muskeln. An CGI wurde nicht gespart, deren Spektrum reicht von grottig bis akzeptabel. Der Soundtrack ist auch ambitioniert, um nicht zu sagen verdammt penetrant. Passend dazu ist die Synchro nicht gerade hochwertig, aber erträglich.
Der schlechteste Schauspieler im Film bekam logischerweise die Hauptrolle: Ramon Revilla jr., dessen Vater es sich laut Wikipedia offensichtlich zur Aufgabe gemacht hat, eine Politiker und Filmschaffenden Dynastie zu züchten:

Bong Revilla ist der Sohn des ebenfalls erfolgreichen Schauspielers Ramon Bong Revilla senior, der zwischen 1992 und 2004 ebenfalls Senator war und mit sechzehn Frauen 72 Kinder haben soll, von denen 38 offiziell anerkannt sind und seinen Familiennamen haben. Zahlreiche dieser Kinder sind ebenfalls in der Filmindustrie sowie der Politik tätig wie zum Beispiel Ramon N. Bautista, der Bürgermeister war.

Tja, würde der Sohn schauspielerisch auch nur halb so viel Einsatz zeigen wie sein Vater beim Pimpern… Das Hauptproblem aber bleibt die öde, aus klischeehaften Versatzstücken zusammengepfuschte Handlung. Selbst für die Kleinsten dürfte der ganze Schmu zu doof und wirr sein.
Alles recht bemüht, doch mehr als ein A for effort ist nicht drin.


Technisches

Das Bild ist häufig matschig und noch dazu letterboxed, da kommt Retro-Feeling auf – Stichwort Video-CD.
Ton zweimal DD 2.0; Deutsch und Tagalog, dazu deutsche Untertitel.


Extras

Trailer zum Film und Wendecover.


Gesamturteil: 3 / 10


exodus1
So sieht ehrliche Begeisterung aus.
exodus2
Sonnenkönig Bagulbol.
exodus3
Gotta catch em all!
exodus4
„Shake, shake, shake. Shake your centaur booty.“
exodus5
Detaillierte, knackig-scharfe Bilderpracht…

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