Brennen muss Salem

Inhalt

Salem’s Lot, ein kleines Dorf in New England. Als der vermeintliche Fremde Ben Mears auftaucht, um ein Buch über das unheimliche Marsten Haus zu schreiben, sterben die Einwohner plötzlich wie die Fliegen. Natürlich fällt der Verdacht sofort auf Mears. Aber auch der kürzlich zugezogene, sonderliche Antiquitätenhändler Straker und sein Partner Barlow, den bisher noch niemand gesichtet hat, sind äußerst suspekt. Zudem gehört ihnen das Marsten Haus. Als sich die Toten dann auch noch als sehr lebendig erweisen, muss endlich jemand durchgreifen…


Meinung

Warner liefert uns hier erstmals die ungeschnittene TV-Fassung. Zuvor gab es nur die stark zusammengekürzte Kinofassung auf DVD.
Wirklich gut gealtert ist das Ganze nicht. Man dürfte wenige Vampirfilme finden, die noch blutleerer sind. Genau genommen, kann ich mich nicht einmal an einen einzigen Bluttropfen erinnern…
Immerhin relativ routiniert runtergefilmt von Tobe Hooper, mit ein paar schicken Bildern, speziell das Innere des Marsten Hauses wurde sehr stimmungsvoll ausstaffiert und eingefangen. Solide Darsteller. Masken und Effekte verleiten eher zum Schmunzeln. Das Vampirdesign an sich ist okay. Die meisten unterscheiden sich kaum von modernen Vampiren, einzig der Oberhoncho ist offensichtlich von Nosferatu inspiriert – wenn da nur nicht diese lächerlich schlumpfige Hautfarbe wäre.
Die heimelige Kaff-Atmosphäre wurde auch wunderbar umgesetzt:

Mutter: „Wovon handelt sein Buch?“
Tochter: „Also, in seinem letzten schreibt er… über zwei Männer.“
Mutter: „Er ist doch nicht einer von denen?“

Die über drei Stunden vergehen überraschungsarm, aber überwiegend kurzweilig. Von Horror kann natürlich keine Rede sein, eher harmloser Grusel mit teils ungewollter Komik. Ganz nett für Genre-Liebhaber, der Rest verpasst nichts Weltbewegendes.
Ein großes Lob gebührt wiedermal den Zombies, die sich die deutschen Titel ausdenken. Ich verrate vermutlich nicht zu viel:

Salem brennt gegen Ende…

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Technisches

Das Bild hat kaum Verunreinigungen, bringt es auf eine ordentliche Schärfe, bietet kräftige Farben und viel Filmkorn. Die Bitrate ist durchgehend sehr hoch. Nichts auszusetzen hier.
Tonspuren gibt es etliche, darunter Deutsch und der englische O-Ton. Der deutsche Ton bleibt immer gut verständlich. Leider wurde die Tonhöhe nicht korrigiert (PAL-Speed Synchro -> 24p Blu-ray), wer also empfindlich auf etwas zu tiefen Ton reagiert, könnte Probleme bekommen.
Untertitelspuren sind einige vorhanden, inklusive zwei deutsche: eine für Hörgeschädigte und eine für Schilder und die wenigen unsynchronisierten Stellen.


Extras

Der obligatorische Trailer und ein Audiokommentar mit Tobe Hooper (nicht untertitelt).


Gesamturteil: 6 / 10


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„Don’t be stupid, be a smarty. Come and join the Vampire Party.“
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„Ich werde dich bis zum letzten Tropfen leer schlumpfen!“
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Der MacGyver unter den Vampirjägern.

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© Warner Bros. Entertainment Inc.


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