Attack on Titan Vol. 1

Inhalt

Eines Tages taucht aus heiterem Himmel ein neuer Feind der Menschheit auf: Die Titanen. Riesige, kaum besiegbare Gestalten, die mit Vorliebe Menschen bei lebendigem Leib verschlingen. Zum Schutz bauen die übriggebliebenen Menschen eine Runde Festung, umschlossen von drei Ebenen von Mauern.
Seit hundert Jahren schon lebt es sich nun vergleichsweise angenehm hinter den Mauern, wenn man nicht gerade zu den Spähern gehört, die regelmäßig ihr Leben in der Außenwelt riskieren. Doch plötzlich erscheint ein neuer, noch größerer Titan, der die Mauer mit Leichtigkeit zerstört und den Zugang für die restlichen Titanen ebnet. Den Überlebenden bleibt nichts weiter als die Außenmauer aufzugeben und hinter die zweite Mauer zu fliehen. Unter diesen Flüchtlingen befinden sich auch der junge Heißsporn Eren und seine ruhigere, aber nicht minder energische, Ziehschwester Mikasa. Die beiden schließen sich bald darauf dem Militär an, um die Titanen eigenhändig zu bekämpfen. Und dazu soll es schneller kommen, als ihnen lieb ist…


Meinung

Das ist sie also. Die Animeserie der letzten Jahre. Und ich muss sagen, die ersten Minuten machen gleich mal Spaß. Actiongeladen, starker Soundtrack mit Chor, das Spiel mit ausgefallenen Kamerawinkeln – erinnert alles an Rage of Bahamut. Jedoch offenbaren sich ähnlich schnell die Schwächen; viel Melodram und Geplärre (sowohl im Sinne von Geschrei, als auch literweise Tränen vergießen). Ein Paradebeispiel für schlechte Inszenierung ist eine Szene gleich in der ersten Episode. Ohnehin schon sehr melodramatisch, kam man auf die Idee, sie auch noch exzessiv mit Speedlines zu durchsetzen, was man normalerweise bei Actionsequenzen macht. Vermutlich sollte es das Ganze wohl noch intensivieren, doch bekommt es dadurch mehr einen Drall Richtung unfreiwillige Komik.
Nach den ersten beiden Episoden bessert sich das allerdings deutlich. Mit der dritten Episode kommt erst mal etwas Humor dazu, auch das Drama ist in Folge weit stimmiger. Und wenn man die sieben Episoden am Stück schaut (Binge Watching, wie diese crazy Jugendlichen das heutzutage nennen…), dürfte das auch ein guter Indikator in Sachen Spannung sein. Action gibt’s gegen Ende auch wieder mehr. Wie sie sich mit ihren Steampunk-Geräten wie Spiderman durch die Gassen schwingen ist schon beeindruckend.
Durchwachsener Start also, doch die weiteren Episoden lassen Hoffnung aufkommen. Ob der Hype berechtigt ist, wird sich noch zeigen.

Verantwortlich für die Umsetzung ist das noch relativ neue Wit Studio, welches eng mit dem renommierten Studio Production I.G verbandelt ist und auch einige ehemalige Production I.G Mitarbeiter beschäftigt. Insofern kann man mit ordentlicher Qualität rechnen, und die bekommt man geboten.

Bloß die Unausgewogenheit der Animation fällt ab und zu auf. Man hat einige klasse, aufwändig animierte Actionszenen, dann wiederum passiert es schon mal, dass bei einem simplen Dialog, bei dem man bloß den Mund hätte etwas animieren müssen, lieber ein reines Standbild verwendet wird. Vermutlich dem Zeitdruck geschuldet, fällt aber doch auf.
Schöne Hintergründe; sei es nun die Landschaft oder die europäische Architektur (mal Nördlingen in die Google Bildersuche eingeben, könnte einem bekannt vorkommen…)
Ansehnliches Charakterdesign. Alle unterscheiden sich deutlich genug, was bei einer Serie mit so vielen Charakteren durchaus wichtig sein kann. Die größte stilistische Auffälligkeit sind wohl die oftmals starrenden Augen und die dicken Outlines, was an den Look einiger Games mit Cel-Shading erinnert.

Die Musik kommt mit einem recht gelungenen Mix aus klassischen und modernen Klängen (häufig rockig, aber auch mit elektronischen Anleihen) daher. Die Synchro ist solide, wenn auch nicht überragend.


Technisches

Beim Bild könnte man maximal die mittelmäßige Bitrate bekritteln. Fragt sich, weshalb man von einer 50 GB Dual-Layer Disc nur 28 GB verwendet. Doch das machte sich bisher nicht negativ bemerkbar.
Auch am Sound, mit den gewohnten DTS-HD MA lossless Stereospuren auf Deutsch und Japanisch, gibt es nichts auszusetzen.


Extras

Die Limited Edition bringt einige physische Extras wie Booklet, Wappen-Aufnäher, Poster und einen Schuber mit Platz für die restlichen Volumes mit, aber auch mehr als die üblichen Disc-Extras wie Trailer; zusätzlich sind ein paar nette Comedy Short Clips mit einer Gesamtlaufzeit von über 20 Minuten enthalten (OmU).


Gesamturteil: 7 / 10


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Tach!
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„Sorry, dein Sohn ist leider tot. Aber hey, wir haben dir seinen abgetrennten Arm als Souvenir mitgebracht…“
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Dramatic Speedlines, Herumgeschrei und Tränenbäche. Mit Subtilität hat es AoT nicht so.
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Von links nach rechts: Armin Arlpuss, Eren Jäger und Mikasa Sukasa.
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High-Tech Bohnenantrieb.

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© Hajime Isayama, Kodansha / ATTACK ON TITAN Production Committee.


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Ein Kommentar zu “Attack on Titan Vol. 1”

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