Sweets & Snacks aus Japan

Bin bereits vor einigen Monaten über Candysan gestolpert und jetzt habe ich es endlich mal ausprobiert. Kurz zum Shop selbst, bevor ich die Fressalien bewerte:
Candysan hat zwar auch eine deutschsprachige Seite, verschickt aber direkt aus Japan. Nach drei Wochen kam alles unbeschädigt an. Zum Glück scheint der Zoll das Päckchen nicht näher begutachtet zu haben, der von Candysan deklarierte Warenwert von 725 Yen war angesichts der Größe und des Inhalts doch sehr unglaubwürdig. Wozu habe ich eigentlich versucht, knapp unter der Zollfreigrenze zu bleiben, wenn die dann eh falsch deklarieren…

Sehr beliebt in Japan ist Süßkram in limitierten bzw. saisonbedingten Geschmacksrichtungen. Exemplarisch dafür habe ich zwei Sorten KitKat und Pocky genommen.


Matcha KitKat

matchakitkat

Mild und köstlich. Basis dürfte weiße Schokolade sein, aber durch das Matcha-Pulver wird die Süße abgemildert. Dazu ein Hauch von Grüntee. Würde ich jederzeit wieder kaufen.

Süßkartoffel KitKat

potatoekitkat

Für den Ofen… Roh probiert dominiert die, sehr süße, weiße Schokolade. Die richtige Temperatur muss ich wohl erst finden, einmal schmolz es recht flüssig dahin, im zweiten Versuch wurde es schnell hart, aber in beiden Fällen karamellisierte es nicht so schön wie auf der Verpackung zu sehen. Ich bevorzuge wohl ohnehin die rohe Variante. Gebacken kam es mir sogar noch süßer vor.

potatoekitkat2
Failure.

Strawberry & Milk Pocky

pocky

Pocky, der Klassiker – besonders unter den Otakus. Hatte mich für zwei kleinere Packungen entschieden, das Zeug ist auch so teuer genug. Viel subtiler als erwartet, vor allem die Erdbeer-Variante. Das scheinen die Versionen ohne zusätzliche Farb- und Geschmacksstoffe zu sein, daher wohl. Sehr nett. Leider klebten die meisten davon zusammen und ließen sich kaum vollständig trennen.
Wenn man beide gleichzeitig futtert, hat man übrigens eine neue Geschmacksrichtung: Erdbeermilch…


Umaibo

umaibo

Umaibo, sinngemäß „leckere Stange“ – okay, ich spar mir ausnahmsweise die Wortspiele. Sieht aus wie ein gigantisches, mutiertes Erdnussflip, ist aber deutlich vielseitiger. Maissticks mit dutzenden verschiedenen Gewürzen mariniert.
Yakitori ist wohl Gegrilltes und auf der Packung sind Hühner abgebildet, also kombiniere ich messerscharf und sage, es handelt sich um gegrilltes Hühnerfleisch. Der Geruch kommt eher dezent daher, mit leichter Maggi-Note (Sojasauce?), umso mehr wird man vom intensiven Geschmack erschlagen. Etwas salzig und viel zu süß. Da bleib ich lieber beim klassischen Grillhendl.
Das Teil mit dem Fußballer darauf soll laut Candysan Zucker-Zwieback sein. Riecht etwas süßlich und buttrig, schmeckt auch sehr buttrig und ein wenig süß-salzig. Nicht ganz so penetrant wie die restlichen „leckeren“ Stängel, aber nicht minder gewöhnungsbedürftig. Zumal ich Zwieback, wenn ich überhaupt mal welchen esse, einfach pur in den Kaffee eintunke – ungesüßt und ungebuttert, versteht sich.
Zuletzt Mentai. Recht geruchsneutral aber wieder sehr intensiv im Geschmack. Paprika meets Fisch, oder so. Und wieder way too much für mich.
Sorry Umaibo, wir werden keine guten Freunde mehr. Dabei hätte ich die gerne gemocht, ich liebe das Verpackungsdesign.

Immerhin die Teigkugeln mit Schokocreme von derselben Firma waren ganz nett, wenn auch nichts Besonderes:

umaitama.jpg
Umaitama, delicious balls. Ich zitiere nur die englische Übersetzung.

Big Katsu

bigkatsu
Ich schätze/hoffe mal, die Flecken sind Sojasauce. Im Zweifelsfall ist es immer Sojasauce…

Katsu soll eine Art japanisches Schnitzel sein. Mit dem Originalgericht hat das hier aber vermutlich nichts zu tun. Man nimmt ein Blatt Papier, paniert es und schmeißt es dann in die Fritteuse. So stell ich mir die Zubereitung vor und so sieht es zumindest aus. Es versprüht einen eher schwachen, aber nicht sonderlich vertrauenserweckend chemischen Geruch. Es besteht überwiegend aus Panade, und wenn man es schafft, die zähe Schnitzel-Blasphemie zu zerreißen, entdeckt man in der Mitte eine dünne, leicht gelbliche Schicht – Tofu? Hühnchen? Papier? Fisch? Will ich es wirklich wissen? Ich bin mir bloß relativ sicher, dass es kein Schwein ist.
Der Geschmack passt zu Geruch und Aussehen. Da lernt man Umaibo richtig zu schätzen…

bigkatsu2
La Grande Kacka.

Tyrant Habanero

tyrannhabanero

Kartoffelringe – scharf, wie Verpackung und Name erahnen lassen. Anfangs noch harmlos, nach einer kleineren Handvoll machte sich aber bald ein leichtes Stechen auf der Zunge breit. Nicht unlecker und nettes Gimmick, aber ich bevorzuge dann doch lieber eine ausgewogene Schärfe, welche nicht den restlichen Geschmack des Snacks wegätzt.


Yaokin Chewing Straw Candies Cola

chewingstrawcandies

Dezenter Cola Geschmack, ertragbare aber deutliche Säure, angenehme Konsistenz. Bin kein großer Fan von saurem Gummizeugs, aber das schmeckt ganz gut. Die Dinger sind übrigens hohl und lassen sich wirklich als Strohhalm verwenden. Hey, wenn da Straw steht, dann teste ich das auch…


Extras
Nicht bestellt, aber als Extra dabei – zwei Cookies:

japcookies

Das rechte Cookie ist überraschend weich, schön schokoladig und äh… vanillig. Kann/soll man vorher wohl im Mikro aufwärmen, aber ohne die komplette Verpackung konnte ich das natürlich nicht wissen. Auch so ganz nett.
Das orangene Teil ist knackig, gut durchgeröstet und hat einen Nachgeschmack, auf den ich einfach nicht komme. Jemand eine Ahnung? Passend zur Halloween-Farbe vielleicht Kürbis?

Ein Gedanke zu „Sweets & Snacks aus Japan“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s