Hunting the Phantom

Inhalt

In einer nahen Zukunft: Dank der Erfindung des Sicherheitssystems „GS code“ sind Verbrechen auf der Welt nahezu ausgerottet und Sicherheit wurde auf globaler Ebene etabliert. Jedoch verfolgen die Erfinder von „GS code“ den dunklen Plan, mit dem Nachfolgesystem, Codename „Phantom“, die Gedanken aller Menschen zu kontrollieren und sie in willige Sklaven zu verwandeln, um die Welt zu beherrschen. Drei mutige Menschen geben jedoch nicht auf und setzen sich dagegen im Kampf zur Wehr. Können sie die drohende Gefahr abwenden oder sind sie selbst nicht sicher davor?


Meinung

Science Fiction aus Kasachstan, das klingt doch mal außergewöhnlich. Dazu sollen Kristanna Loken und Armand Assante, die man bereits aus bekannteren Genre-Vertretern wie Terminator 3 und Judge Dredd kennt, für internationales Flair sorgen. Doch wer hier interessantes Lokalkolorit erwartet, wird schnell enttäuscht, es ist alles sehr stark von US und Hongkong Kino inspiriert. Und auch nur bedingt Science Fiction, mehr ein gewöhnlicher Actionfilm mit Sci-Fi Setting, so wird vom Cop mit Dramatische-Rücklenden-Syndrom, bis bin zu dessen Flucht in Ketten mit seinem ungleichen Buddy, in jede Taste der Klischee-Klaviatur gehauen.
Technisch recht ordentlich gefilmt, mit nicht weltbewegenden aber ebenfalls ordentlichen Stunts und Fights. Optisch stylisch, nur nerven häufig verwendete Stilmittel wie intensive Farbfilter und übersteiler Kontrast auf Dauer doch etwas. Auch auf die unglaubwürdige „Erotik“-Szene zwischen Loken und dem Rotschopf, der aussieht wie ein Teenager, hätte ich liebend gerne verzichten können, wenigstens ist sie kurz. Erzählweise und Schnitt sind teils unnötig wirr und abstrus geartet. Die CGI sind bei solchen B-Movies natürlich immer so eine Sache, hier bewegen sie sich auf akzeptablem Level, ein paar laden dennoch mehr zum Schmunzeln ein.

Ein Film aus exotischen Landen, und doch sehr vertraut, da es an Eigenständigkeit fehlt. Immerhin ist das Gebotene halbwegs unterhaltsam – in Anbetracht des schmalen Budgets ist es sogar beachtenswert. Der beste kasachische Film, den ich kenne. Liegt allerdings daran, dass ich sonst keinen kenne… Kann man sich anschauen, muss man nicht.


Technisches

Das Bild ist eher flach und weich gehalten, im Schnitt bewegt sich die Schärfe maximal auf mittelmäßigem Niveau, einige wenige Shots sind nochmal deutlich weicher und manche zudem ruckelig. Der häufig als Stilmittel verwendete, unterkühlte Blauton macht das Bild zusätzlich sehr eindimensional. Insgesamt auch hier: nicht herausragend, aber okay.
Ton Deutsch und Englisch 5.1 DTS-HD MA. Außerdem optionale deutsche Untertitel.


Extras

Ein umfangreiches Behind the Scenes (eigentlich eher Making of), Trailer, Bildergalerie, Wendecover.


Gesamturteil: 4,5 / 10


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Hatte ich mich doch nicht verhört; der heißt Titticoff. Gnihihi…

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Auch in Kasachstan gibt es Kassenpatienten.

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„NEEEIIIN! Aufhören! Ich ertrage dieses verdammte Blau nicht mehr!“

© MG Production / KSM GmbH


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Ein Gedanke zu „Hunting the Phantom“

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