Dog Eat Dog

Inhalt

Der großspurige Gauner Troy (Nicolas Cage), der abgefuckte Junkie Mad Dog (Willem Dafoe) und der glatzige Glatzkopf Diesel (kennt eh keiner) wurden erst kürzlich aus dem Knast entlassen und müssen sich irgendwie ihren Lebensstandard (Koks und Nutten) bewahren. Also halten sie sich mit semi-erfolgreichen Coups über Wasser. Bis ihnen ein monetär vielversprechenderer Auftrag zufällt; sie sollen ein Baby entführen. Von da an läuft vieles schief und die Tragödie nimmt ihren Lauf.


Meinung

Paul Schrader, einst eine großer Nummer als Regisseur und besonders auch als Drehbuchautor, nun schon länger im Indie/B-Movie Bereich angekommen. Aber das fällt hier kaum auf, weder filmisch noch darstellerisch. Cage fährt seinen Overacting-Mode Gott sei Dank nicht komplett hoch, auch No-Name Cook ist okay, doch Dafoe sticht sie alle aus und beweist mit seiner Rollenwahl nebenbei eine gewisse Selbstironie.
Durchzogen von einem sehr speziellen Humor – von fies, über grotesk, bis infantil ist alles dabei – und garniert mit manch überraschender Wendung. Reminiszenzen an Tarantinos Frühwerke – nur etwas verspielter inszeniert, erinnert diesbezüglich mehr an Oliver Stones Natural Born Killers – lassen sich kaum leugnen. Freilich zündet mancher Spruch nicht richtig, oder schafft man es bei einigen Szenen nicht, das volle Potential zu entfachen, doch vergehen die knapp über 90 Minuten sehr zügig. Optisch ein Leckerbissen, inhaltlich halbgar, aber irgendwie sympathisch in seiner Rohheit. Vor allem für Freunde des schlechten Geschmacks mit Faible für kompromisslose Noir-/Gangsterfilme einen Blick wert.


Technisches

Das Bild ist solide, wobei Schärfe und Körnung je nach Szene deutlich variieren können. Ansonsten nicht viel auszusetzen; kräftige Farben, guter Schwarzwert.
Deutsche und englische Tonspur jeweils im verlustfreien 5.1 DTS-HD MA Format. Optionale deutsche Untertitel sind auch vorhanden (Schriftgröße etwas zu groß geraten für meinen Geschmack).


Extras

Leider sehr mager. Diverse Trailer, eine Bildergalerie und natürlich Wendecover.


Gesamturteil: 6 / 10


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Dafoe opfert sich tapfer für seine Rolle auf.

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Das ist so dilettantisch, dass es nicht einmal als Amtsanmaßung durchgehen würde…

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© Blue Budgie DED Productions / KSM GmbH


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