Die Mächte des Lichts

Inhalt

Um seine Macht weiter zu stärken, muss der böse Herrscher Traigon nur seinen Erstgeborenen opfern. Dieser entpuppt sich jedoch als weiblich und in zweifacher Ausführung vorhanden. Die Mutter versucht mit den Zwillingen zu fliehen, wird aber aufgespürt und getötet. Kurz bevor sich Traigon seiner Töchter annehmen kann, funkt der Zauberer Krona dazwischen. Traigon wird vorerst aufgehalten, die Mädchen werden einem Bauern zwecks Aufzucht überlassen, zuvor verleiht Krona den beiden aber noch übernatürliche Kräfte, damit sie eines Tages dem Rabenvater auf Augenhöhe gegenübertreten können – mächtig und blond. Äußerst blond.


Meinung

Gleich vorweg: Mächte des Lichts gehört zu den wenigen brauchbaren Filmen bei denen Wynorski seine Griffel im Spiel hatte. Kann passieren. Ich schreibe es mal der Beteiligung von Corman zu…
Die generelle Ausstattung ist im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten ganz ordentlich. Nette Kulissen, exotische Klamotten, dazu abstruse Figuren und zünftiger Pansenhumor – Barbarenherz, was willst du mehr? Die Story ist basic as Hell, aber kurz und beknackt genug, einen durchgehend bei Laune zu halten. Und selbst als man gegen Ende kurz doch einmal auf den Gedanken kommen könnte, dass es sich langsam etwas zu ziehen beginnt, bricht plötzlich die Hölle los. Ein grottiges Löwenviech erscheint am Firmament, überall Explosionen, und eine Horde notgeiler Untoter stürmt den Tempel. Mea culpa!
Die Harris Zwillinge brachten es danach verdienterweise nicht mehr auf viele Rollen. Vermutlich waren die Anforderungen hier auch nicht sonderlich hoch. Zwillinge? Check. Blankziehen kein Problem? Check. Engagiert!

„Was hat der dort? Das sieht ja lustig aus.“
„Am Hals?“
„Nein. Zwischen den Beinen.“
„Ja, was kann das sein? Sieht aus wie ein Horn.“
„Eine Waffe also. Aber was kann man mit so einer Waffe anfangen?“
„Ich weiß nicht, und ich werde auch nicht warten, bis er’s uns zeigt.“

Die Kämpfe könnten aufregender sein. Die haben eher was von einer Kneipenschlägerei, bei der alle Parteien hackedicht sind; unkoordiniert und langsam. Das ändert nichts daran, dass man es hier mit Barbarengülle der feineren Sorte zu tun hat; nicht allzu stinkig und gut flutschend. Aber Beeilung ist angesagt, da die strikt limitierten Scheiben von SchröderMedia in der Regel schnell weg sind.


Technisches

Manche Szenen sind etwas unschärfer, doch wurde definitiv ein richtiges HD-Master benutzt. Ansonsten ist das Bild gut in Schuss, kaum größere Verschmutzungen oder Defekte. Insgesamt mehr als akzeptabel für ein altes B-Movie.
Die beiden DTS-HD MA 2.0 Spuren in Deutsch und Englisch sind gut verständlich. Untertitel sind keine vorhanden.


Extras

Amaray mit Wendecover in einem nummerierten Pappschuber. Auf der Disc befindet sich der englische Originaltrailer sowie eine ganz nette deutsche Retro-Trailershow (hauptsächlich Sandalenschinken) von 15 Minuten Länge.


Gesamturteil: 6,5 / 10


mlicht1
Ein Wikinger und ein geiler Bock. Die idealen Gefährten für zwei naive Blondinen.
mlicht2
Sie haben gerade ihre schauspielerischen Talente entdeckt und können es nicht fassen.
mlicht3
Lächerlich! Glaubt doch niemand, dass das eine echte Katze ist…
mlicht4
Bad Hombres.
mlicht5
Sei verflucht, unbekannter Promo-Grafiker! Auf dem Cover sah das Vieh viel cooler aus.
Die Szene wurde übrigens im berüchtigten Wizards of the Lost Kingdom recycelt, falls sie jemandem bekannt vorkommen sollte.
mlicht6
Bösewicht tot. Jetzt geht’s zurück zur Blauen Lagune.

© New World Pictures / SchröderMedia


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