Die Herrscherin des Bösen

Inhalt

Der Autor Edmund Blackstone (Jonathan „Barnabas“ Frid) hat gerade einige Freunde und Bekannte zu Gast auf seinem Anwesen, als plötzlich drei seltsame Gestalten auftauchen: Ein kleinwüchsiger Franzose mit Make-up, schlechtem Modegeschmack und hochgepitchter Stimme. Ein stummer und entstellter schwarzer Riese mit ebenso exquisitem Kleidungsstil. Und ein sexy Vamp. Die drei terrorisieren die Anwesenden und starten ihre Funny Games Light, unter anderem mit einem gar grauenhaften Wettrennen rund um das Haus – der Verlierer stirbt.


Meinung

Der Debüt-Film von Oliver Stone. Viele Regisseure begannen mit billigen Genre-Filmen, wenn ich mir jedoch die im Vergleich dazu herausragenden ersten Arbeiten von Sam Raimi oder Peter Jackson in Erinnerung rufe, hätte ich nach Sichtung der Herrscherin nicht unbedingt darauf gesetzt, dass man von diesem Stone nochmal etwas hören wird.
Schlecht geschrieben, mäßige Darsteller, holprig inszeniert, die Kamera häufig nicht richtig fokussiert. Die intendierte Wirkung wird zumeist zwar erahnt, doch selten erreicht. Dazu ein nerviger Soundtrack, der hauptsächlich aus Drum-Solos besteht, garniert mit groben Synth-Effekten. Später ertönt sogar etwas, das wie eine fröhliche Ententröte klingt. Vermutlich waren die Macher da auch schon im Delirium…
Als ernsthafter Film funktioniert das Ganze also schon mal nicht. Und als Trash-Fest? Bedingt. Es gibt ein paar amüsante Szenen, wie die absolut unüberraschenden Wendungen, oder wenn der kleine Franzose mal locker Normalwüchsige verprügelt, oder wenn Blackstones Kumpel die Ursprünge der drei Gestalten zu ergründen versucht. Es gibt aber auch viel zu viel Leerlauf.
Für Stone-Komplettisten und vielleicht filmhistorisch nicht komplett irrelevant, ansonsten sehr entbehrlich. Der deutsche Titel ist wieder einmal äußerst einfältig, spoilert aber im Gegensatz zum Originaltitel zumindest nicht das Ende des Films (großes Kino!).


Technisches

Das Bild ist für einen alten Billigheimer ganz okay, bei näherer Betrachtung teils wachsig, vermutlich wurde da etwas zu sehr nachgefiltert. Kleinere Defekte gibt es hier und da, doch das ist überwiegend nicht störend.
Ton Englisch und Deutsch in DTS-HD MA 2.0, wobei sich das Alter schon bemerkbar macht. Die deutsche Spur ist recht zischig und nicht immer gut verständlich, während der O-Ton stark rauscht.


Extras

Es befindet sich zusätzlich eine etwa 4 Minuten längere Fassung auf der Disc. Hier wurden zusätzliche bzw. alternative Szenen aus der deutschen VHS Version eingefügt, die in der US Version fehlten, was sich qualitativ natürlich bemerkbar macht. Ansonsten noch der Originaltrailer zum Film, Schuber und Wendecover. Limitiert und nummeriert.


Gesamturteil: 4 / 10


herrsch1
Alptraumgestalten – oder bloß entflohene Wrestler?
herrsch2
The whole movie summed up in one picture.
herrsch3
Also doch Wrestler…
herrsch4
Ein unschuldiges blondes Mädchen mit Zöpfen, ganz allein draußen in der Dunkelheit. Da wird doch bestimmt nichts passieren…
herrsch5
Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Hervé Villechaize heiß!
herrsch6
Auch nicht schlechter als das Blu-ray Cover.

© Euro-American Pictures / WGF


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