JRPG Herumgenerde

Ein paar Gedanken zu Grandia und Dragon Quest VIII, da ich gerade keine Lust auf ein richtiges Review habe.

Meine erste Begegnung mit der Reihe war die PC Version von Grandia II vor vielen Jahren. Tolle Charaktere, gute englische Synchro, insgesamt ein kompaktes und nicht sonderlich komplexes aber unterhaltsames Erlebnis.
Die Playstation Version vom ersten Teil lag nun schon gut zwei Jahre auf der PS3 Festplatte herum, bis ich mich endlich dazu aufraffen konnte, sie zu starten. Klare Empfehlung für alle Liebhaber klassischer JRPGs mit rundenbasierten Kämpfen. Wer die Möglichkeit hat, sollte aber lieber gleich zur US Version greifen, doch dazu später mehr.
Deutlich epischer als der Nachfolger, allein an der ersten von den zwei Discs sitzt man gut 30 Stunden. Teils auch etwas fordernder, aber nie unfair. Einige Areale können schon arg lang und labyrinthisch sein, vor allem das manchmal notwendige Zurückgelaufe nach einem Bosskampf nervt – da lernt man den Luxus von Teleportationszauber und Karten wie in Dragon Quest richtig zu schätzen. Grafisch sicherlich selbst für PS1-Verhältnisse nicht überragend, Grandia gehörte zu den frühen Sega Saturn Games und wurde dann ein paar Jahre später auf die Playstation portiert.
Die englische Synchro ist okay, erreicht jedoch nicht das Niveau von Grandia II. Leider kam man auf die glorreiche Idee, vereinzelte Zwischensequenzen auf Deutsch zu synchronisieren, und da reichen die Sprecher von unmotiviert bis grauenhaft. In einer Szene hört man im Hintergrund sogar noch die englische Synchro, während die deutschen Dilettanten drüberquatschen, und dann wechselt man plötzlich wieder komplett ins Englische – innerhalb derselben Zwischensequenz!

Auch die Untertitel haben eine hohe Fehlerquote:
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Good ol‘ japanese Pansenhumor darf natürlich auch nicht fehlen:
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Während DQ7 eher gemütlich und rätsel-lastig war, wird man im achten Teil sofort in die Action hineingeworfen. Auch die sehr umfangreiche Welt lässt sich schnell relativ frei erkunden, ich rannte gerne mal ziellos durch die Gegend, erkundete alles und machte Schnappschüsse. Wie in vielen DQ Teilen, gibt es nämlich auch hier wieder einige Extraspielereien abseits des Plots, so kann man z.B. Fotos schießen, die auf die SD-Card und somit auf den PC übertragen werden können, oder man kann sie direkt im Game online tauschen – ich hänge am Ende ein paar Eindrücke an. Die Story wirkt einen Tick erwachsener, was sich auch im Charakterdesign widerspiegelt; DQ7 hatte was vom knuddeligen Dragon Ball, wohingegen DQ8 mehr an Dragon Ball Z erinnert. Eine englische Synchro (very british) ist teils vorhanden, dazu sorgfältige deutsche Untertitel.
Zusammen mit Teil 4 und 7 mein Favorit bisher. Leider auch mit denselben Schwächen wie der vorherige Teil: Pop-ups und Slowdowns. Wird bestimmt interessant, den nächsten Teil dann endlich mal wieder auf einer leistungsfähigen Plattform (PS4) zocken zu können…

 

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