Nächte des Grauens

Inhalt

Die Todesfälle aufgrund einer unbekannten Erkrankung häufen sich in dem kleinen Bergarbeiterdorf in Cornwall, das von Peter Tompson ärztlich betreut wird. Um gemeinsam die Ursache dieser Epidemie zu ergründen, lädt er seinen Mentor Sir James Forbes aus London zu sich ein. Bald entdecken die beiden, dass die Gräber der Verstorbenen leer sind. Zudem soll es in der Gegend des Bergwerks spuken. Inhaber ist der lokale Gutsherr Clive Hamilton, mit seiner Rückkehr aus Haiti fing auch das große Sterben an. Grund genug, ihm auf den Zahn zu fühlen.


Meinung

Nächte des Grauens legt nicht viel Wert auf Mystery, schon sehr früh wird klar, wer das maskierte Mastermind hinter dem knuffigen Voodoo-Ritual zu Beginn ist. Doch auch wenn die Verhältnisse von Anfang an geklärt sind, bekommt man unterhaltsame, nostalgische Gruselkost geboten, mit den für die Hammer Studios typischen, stimmungsvollen Kulissen und klassischen Motiven. Highlight ist sicherlich die Szene mit den Zombies auf dem Friedhof; atmosphärisch gefilmt und musikalisch hervorragend untermalt. Die Zombiemasken sind übrigens nach wie vor recht ansehnlich.
Auf große Namen hatte man verzichtet. Abgesehen von André Morell, der überzeugend den geistreichen Sir James mimt. Aber auch John Carson glänzt als sinistrer doch nicht uncharmanter Gutsherr. Die Damsels in Distress sind da nicht immer so überzeugend, aber das ist ja fast schon Genre-Tradition…

Der erste Zombiefilm von Hammer, keine Längen, visionärer Soundtrack, dazu ein Hauch von Sozialkritik – und das Jahre vor George A. Romero. Ein interessanter Titel, nicht nur für Hammer-Komplettisten.


Technisches

Wie üblich bei diesen Filmen, darf man kein Schärfewunder erwarten. Ansonsten wieder eine schöne Restaurierungen ohne gröbere Verunreinigungen, mit soliden Farben und Kontrast sowie viel Filmkorn.
Tonspuren Deutsch 2.0 Mono und Englisch 2.0 Stereo, jeweils DTS-HD MA. Der Synchro merkt man das Alter, besonders bei den problematischen S-Lauten, deutlich an, zumindest bleibt alles ganz gut verständlich. Optionale deutsche Untertitel.


Extras

Hier wurde wieder einiges aufgestöbert, bzw. selbst produziert: Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad. Making of. Featurette über den Hauptdarsteller Morrell. Ein längeres Interview mit dem Komponisten James Bernard. Alles untertitelt. Die Super-8 Kurzfassung des Films. Trailer. Viel Bildmaterial wie der Comic zum Film und diverses Promomaterial. Natürlich wieder mit Wendecover, oder auch im Mediabook, erhältlich.


Gesamturteil: 7 / 10


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Eine Voodoo-Puppe. Vermutlich weiblich…

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„Schleich di, du zuagroaste Wapplerin!“ *
* Original Cornwall-Dialekt. Ehrlich.

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Etwas mehr Begeisterung! So schlecht war der Film doch gar nicht.

© Hammer Film Productions Ltd. / Anolis Entertainment


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