Friedhof der Kuscheltiere

Die Familie Creed zieht gerade in ihr Hinterwäldler-Landhaus ein. Sie lassen das jüngste Kind nur kurz unbeaufsichtigt am Straßenrand stehen und schon wird es fast von einem LKW überfahren, der großväterliche Nachbar von gegenüber kann den Kleinen gerade noch abfangen. Das Haus liegt nämlich nahe an einer dicht befahrenen Straße. Augen auf beim Immobilienkauf.
Der erste Arbeitstag des Vaters, Louis, ist nicht minder Turbulent. Jener ist Arzt und bekommt gleich mal einen Schwerverletzten eingeliefert, den er aber nicht mehr retten kann. Der Verletzte ist so dankbar dafür, dass Louis zumindest versucht hat ihn zu retten (Schließlich nicht selbstverständlich für einen Arzt…), dass er Louis fortan heimsucht um ihm wertvolle Ratschläge zu geben, auf die er eh nicht hört. Zum Beispiel, dass er die Stelle hinter dem Haustierfriedhof, in der Nähe ihres Hauses, meiden soll.
Es dauert nicht lange, bis die Straße ihren Tribut fordert und die Katze der Creeds überfahren wird. Louis ist verzweifelt, da erzählt ihm der Nachbar von der Stelle hinter dem Haustierfriedhof, dort befindet sich ein verfluchter Friedhof der Micmac Indianer (Nicht zu verwechseln mit dem schottischen Macmic Klan, oder dem leckeren NicNac’s Snack…); wer immer dort begraben wird, soll wieder lebendig werden. Dass man jedoch verändert und bösartig wiederkommt, fällt dem hilfsbereiten Nachbarn natürlich erst im Nachhinein ein.
Das Glück der Familie mit Zombiekatze hält nicht lange an, denn bald stirbt ein weiteres Familienmitglied. Ihr werdet nie erraten, wie. Richtig. Die Eltern des Jahres hatten wieder einmal die Straße nicht im Blick. Jedenfalls denkt sich Louis – die Warnungen des Nachbarn und des Hausgeistes ignorierend –, da das mit der Katze schon so super geklappt hat, könnte man das doch auch mit einem Menschen versuchen. Und die Tragödie nimmt ihren Lauf…

Der Friedhof der Kuscheltiere ist doch ein ganzes Stück beknackter, als ich ihn in Erinnerung hatte. Einige Szenen sind immer noch recht creepy, und die Maske ist nach wie vor ganz nett, doch der durchgehende Irrsinn ist das eigentliche Schmankerl an dem Film. Sehr plump, jedoch mit hohem Tempo ohne jegliche Längen, erzählt, reiht sich ein WTF-Moment an den nächsten, dazu gesellt sich ein erlesenes Ensemble an Horrorfilm-Dumpfbacken, die in nahezu jeder Situation das Dümmstmögliche machen. Als Sahnehäubchen wirkt der Typ der Louis spielt wie ein drittklassiger Soapdarsteller und die deutsche Synchro verkackt mit einer lächerlich gekünstelten Kleinkind-Stimme beim jüngsten Creed Kind. Als ernster Horror nur mehr bedingt brauchbar, aber als Trash ein famoser Spaß.


Technisches

Ich vermute, dass hier ein recht alter und technisch suboptimaler Transfer zugrunde liegt. Das Bild enthält sehr viel Gekröse, das aber nicht nur nach gewöhnlichem Filmkorn aussieht, Scanner Noise vielleicht. Auch die Schärfe ist mäßig. Zudem arbeitet die Kompression nicht immer gut. Man hätte zumindest eine höhere Bitrate verwenden können, da nicht einmal der Speicher der Single Layer Disc gut ausgereizt wird, die Bitrate liegt im Schnitt bei mäßigen 18 Mbps. Generell ist das Bild nicht überragend, in Anbetracht des Alters dennoch akzeptabel. Mit einem frischen Transfer hätte man sicherlich deutlich mehr machen können, doch auch aus dem vorhandenen Material hätte man wohl etwas mehr herausholen können.
Ton Englisch (5.1) und Deutsch (2.0) im verlustfreien DTS-HD Master Audio Format, etwas flach aber ganz gut verständlich. Sowohl für den Film als auch die Extras, abgesehen vom Audiokommentar, existieren optionale deutsche sowie englische Untertitel.


Extras

Audiokommentar mit Mary Lambert. Trailer in Deutsch und Englisch. Drei Making-of Schnipsel von insgesamt etwa 35 Minuten, in denen King selbst, die Regisseurin, die Darsteller, etc. zu Wort kommen. Wendecover.


Gesamturteil: 6,5 / 10


fkusch1
Familienausflug zum Haustierfridhohf.
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Keine Sorge, liebe Kinder. Die Mieze stellt sich nur tot.
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Sag ich doch.
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Finde den Cameo-Auftritt…
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Freundlich und stilsicher – passt in jedes Wohnzimmer.
fkusch6
Economy Class: Wenn du schon tot bist, hast du nichts mehr zu befürchten.

© ’84 Entertainment / Paramount Pictures


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