Junk Food around the World III

Wenn ich schon zu sonst nichts komme, kann ich mir zumindest Sommerspeck anfressen. Snacks, Sweets und Drinks aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten.


Sina Ginger Candy

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Minimalistische Ingwerbonbons aus Indonesien: Rohrzucker, Ingwer, Tapiokastärke – that’s it!
Aus irgendeinem Grund hatte ich harte Lutschbonbons erwartet, aber sie stellten sich als kaubar heraus. Diese fiese mittelharte und klebrige Konsistenz mit Plombenzieher-Qualitäten, die sich sofort zwischen den Zähnen festsetzt. Vielleicht hätte ich doch mehr lutschen sollen, aber ich bin ein ungeduldiger Fresser…
Das mehlige Pulver dürfte die Tapiokastärke sein – hoffentlich, haltbar ist es jedenfalls noch über ein Jahr. Soll wohl verhindern, dass alles an der Verpackung festklebt.
Schmeckt nicht so süß wie erwartet, dafür, dass doch ordentlich Zucker drin ist. Eine leicht herbe Note, die an Karamell erinnert. Das Kribbeln der Ingwerschärfe macht sich schnell bemerkbar, ist aber ebenso zügig wieder verschwunden. Sehr angenehm.
Kleine, vollgestopfte Packung, kostet nicht allzu viel, schmeckt. Was will man mehr? Klare Empfehlung.


Wonka Nerds Guava & Mango Chile

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Süß-saure Brausekügelchen aus den USA. In der einen Seite Guave, in der anderen Hälfte Mango Chili.
Kann mich nicht daran erinnern, jemals Guave gegessen zu haben, von daher kann ich da nicht viel zu sagen. Die anderen Dinger schmecken schon ein wenig nach Mango, eine leichte Schärfe ist auch auszumachen, ein gutes Stück entfernt von den Ginger Candies, aber doch spürbar. Bin kein großer Brause-Fan, doch die sind sehr nett.


Ben Shaws Dandelion and Burdock

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Bevor es scharf weitergeht, noch schnell was Süßes nachgespült: Englische Kräuterlimo mit Löwenzahn- und Klettenextrakt.
Beim ersten Schluck hatte ich ein Nam äh… Root Beer Flashback. Geschmack und Aroma erinnern unterschwellig daran, doch schmeckt es längst nicht so eklig und ist auch nicht so extrem süß. Genau genommen, gefiel das Gesöff sogar mit jedem Schluck besser.
Würde ich nochmal trinken, sicher nicht jeden Tag, aber ab und zu als geschmacklich nicht so eindimensionaler Coke-Ersatz.


De la Rosa Pulparindo

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Auf nach Mechiko. Eine dünne, gummiartige Masse aus Tamarinden-Fruchtmark.
Gewöhnungsbedürftiger Geruch, nennen wir es mal erdig. Auch ansonsten nicht subtil, vielmehr Zirkus im Mund – hereinspaziert! alles ist dabei; süß, salzig, scharf, fruchtig…
Interessant, im positiven Sinne. Aber ebenfalls nichts für jeden Tag.


El Dorado Platanos con Sal

doraplata

Snacken wie Banana Joe! Ich sollte Werbetexter werden…
Bananenchips aus Kolumbien. Der Unterschied zu gewöhnlichen Kartoffelchips ist nicht groß, diese hier sind minimal dicker und „fleischiger“, wirken außerdem weniger fettig.
Nice. Außerdem eine sympathische Zutatenliste, ohne unnötige Zusatzstoffe: Kochbananen, Palmöl, Salz. Gut, man hätte ein ökologisch sinnvolleres Öl nehmen können. Das ist auch der einzige Kritikpunkt, abgesehen von der Salzverteilung. Einige Chips in der Tüte waren ausreichend gesalzen, die meisten hätten aber ruhig noch eine kleine Prise vertragen können.


Wonderfarm Green Grass Jelly Drink

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Oha! Da schwallt einem direkt nach dem Öffnen ein sehr süßlicher Geruch in Kombination mit einem schwer definierbaren anderen und weniger angenehmen Aroma entgegen.
Der Drink aus Vietnam enthält als Besonderheit Geleestückchen. Die sind geschmacksneutral, höchstens leicht süßlich, und geben dem Ganzen halt eine sehr spezielle Konsistenz.
Befürchtet hatte ich ja einen absoluten Horror Drink, ich hatte früher ein paar Reviews zu anderen Jelly Drinks, die weitestgehend sehr schlecht wegkamen, gelesen. Mein neuer Lieblingsdrink wird das zwar nicht, aber es ist absolut trinkbar. Wie ein sehr schwacher Tee, leicht gesüßt, vielleicht noch ein Hauch Vanille dazu.

woderjell2
Im Glas kann man das durchsichtige Geleezeug kaum erkennen.
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3 Kommentare zu „Junk Food around the World III“

  1. Als Diabetiker wird mir schon beim Anblick der meisten Sachen ganz kribbelig, aber ich probiere auch gern solch obskuren Shit, wenn sich mal die Möglichkeit ergibt. Das Ingwer-Zeugs sieht gut aus, ich bin sowieso Ingwer-Fan.

    1. diabetiker-schokolade hatte ich früher auch mal probiert. war furchtbar, der komische nachgeschmack des süßstoffs, der außerdem immer so ein pelziges gefühl auf der zunge hinterließ. aber ich glaube, der trend geht da inzwischen eher zu schoko mit hohem kakao-anteil und ein wenig echtem zucker, ganz ohne künstliche süßstoffe…

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