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David Sylvian – Secrets of the Beehive

Sylvians Karriere als Solokünstler weist nicht nur im Verlauf – vom Mitglied einer erfolgreichen Band zum respektierten Experimentalmusiker – wie auch stilistisch frappierende Ähnlichkeiten zu der von Scott Walker auf, beide haben außerdem vergleichbare Stimmen mit dickem Pathos. Davon abgesehen, dass sie in völlig unterschiedlichen Jahrzehnten begannen. Sylvians Band Japan war optisch und musikalisch exemplarisch für die 80er, stark von Art Pop und dem aufkommenden New Wave geprägt, bzw. selbst prägend für das Genre. Vielleicht ein Grund, weshalb ich mich bisher von Sylvians Schaffen fernhielt; ich mag den 80er Sound nicht so sehr. Doch alle Vorbehalte erwiesen sich als nicht gerechtfertigt, denn Secrets klingt nicht typisch 80ies. Das mag daran liegen, dass das Album nicht von synthetischen Instrumenten dominiert wird und die Produktion warm und transparent klingt. Auch die aktuelle Version ist für ein 2000er Remastering vorbildlich behutsam; keine Chance im Loudness War, auch nicht zu Tode komprimiert, ausreichend Luft zum Atmen.
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Captain Kronos – Vampirjäger

Inhalt

Der ehemalige Army Captain Kronos musste einst miterleben, wie seine Familie von Vampiren getötet wurde, seither zieht er durch die Lande, gerne auch mit weiteren Außenseitern als Weggefährten, um die Welt von der Vampir-Brut zu erlösen.
Eines Tages bekommt er von seinem alten Freund Dr. Marcus eine Botschaft, wonach sich in seiner Gegend seltsame Todesfälle häufen; jemand saugt jungen Frauen das Leben aus und hinterlässt sie als Dörrpflaumen. Sofort eilt Kronos zu Hilfe. Die Aufmerksamkeit fällt schnell auf die verdächtige Familie Durward. Der Sohn scheint sich mit Okkultismus zu beschäftigen, die Mutter leidet an einer Krankheit, die sie rapide altern lässt, ähnlich wie es den Mordopfern erging, und die Tochter hat panische Angst davor, die Krankheit ihrer Mutter zu erben. Zumindest einer von ihnen muss etwas mit den Todesfällen zu tun haben.


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The (E-Book) Horror

Ich schaue hin und wieder die Liste demnächst erscheinender E-Books durch, da ich so schon häufiger auf interessante Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen stieß. Heute erregte ein Buch mit dem poetischen wie feinsinnigen Titel Horror Hure meine Aufmerksamkeit – gleich mal angeklickt und schon die abstruse Beschreibung (Maschinenübersetzung?) ist unfassbar:

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The Firebirds / The 31 Flavors – Light My Fire / Hair

Exploito, nein, das hat nichts mit Exploitation Film zu tun, dieses „Genre“ kam in den Sechzigern auf und spezialisierte sich darauf, mit möglichst wenig Aufwand möglichst dick abzucashen. Dabei sprang man auf den aktuellen musikalischen Trend auf, zu der Zeit also Psych und Blues Rock, weshalb die Bandnamen häufig mit einem „The“ begannen und die Albumtitel von bekannten Größen stammten, in dem Fall z.B. von The Doors. Nach ein, zwei Alben hörte man dann auch nichts mehr von den, zumeist aus anonymen Studiomusikern bestehenden, Bands. Viele dieser Releases rotten vergessen in alten Vinyl-Sammlungen vor sich hin, wenn nicht gerade ein Retro-Label wie Gear Fab Records eines davon ausgräbt und neu veröffentlicht. Hier haben wir gleich zwei Alben aus dem Ende der sechziger Jahre auf einer Disc, da jeweils nur ungefähr eine halbe Stunde kurz.
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Fortress

Inhalt

Merika in ferner Zukunft (2017). Wegen Überbevölkerung und Ressourcenknappheit ist nur mehr ein Kind pro Paar erlaubt. John Brennick (Christopher Lambert) und seiner Schwangeren Frau Karen (Loryn Locklin) bleibt also nur die Flucht nach Mexiko(!), wenn sie ihr Kind nicht verlieren wollen. Die Flucht misslingt jedoch. John wird direkt gefasst, während Karen entkommt, aber später aufgespürt und in dasselbe Gefängnis wie John gebracht wird; das private High-Tech Gefängnis Fortress.
Der Direktor entpuppt sich als voyeuristischer und sadistischer Fieserich (Gibt es eigentlich einen Gefängnisfilm, in dem der Direktor kein Arsch ist?), der selbst vor psychedelischer Mindfuck-Folter, festgebunden an einer Schleudermaschine, nicht zurückschreckt – zudem hat er auch noch ein Auge auf Johns Frau geworfen. Die Zeit wird knapp. Kann John das Unmögliche schaffen und seine holde Maid retten, um mit ihr zu fliehen?


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