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The Firebirds / The 31 Flavors – Light My Fire / Hair

Exploito, nein, das hat nichts mit Exploitation Film zu tun, dieses „Genre“ kam in den Sechzigern auf und spezialisierte sich darauf, mit möglichst wenig Aufwand möglichst dick abzucashen. Dabei sprang man auf den aktuellen musikalischen Trend auf, zu der Zeit also Psych und Blues Rock, weshalb die Bandnamen häufig mit einem „The“ begannen und die Albumtitel von bekannten Größen stammten, in dem Fall z.B. von The Doors. Nach ein, zwei Alben hörte man dann auch nichts mehr von den, zumeist aus anonymen Studiomusikern bestehenden, Bands. Viele dieser Releases rotten vergessen in alten Vinyl-Sammlungen vor sich hin, wenn nicht gerade ein Retro-Label wie Gear Fab Records eines davon ausgräbt und neu veröffentlicht. Hier haben wir gleich zwei Alben aus dem Ende der sechziger Jahre auf einer Disc, da jeweils nur ungefähr eine halbe Stunde kurz.
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Fortress

Inhalt

Merika in ferner Zukunft (2017). Wegen Überbevölkerung und Ressourcenknappheit ist nur mehr ein Kind pro Paar erlaubt. John Brennick (Christopher Lambert) und seiner Schwangeren Frau Karen (Loryn Locklin) bleibt also nur die Flucht nach Mexiko(!), wenn sie ihr Kind nicht verlieren wollen. Die Flucht misslingt jedoch. John wird direkt gefasst, während Karen entkommt, aber später aufgespürt und in dasselbe Gefängnis wie John gebracht wird; das private High-Tech Gefängnis Fortress.
Der Direktor entpuppt sich als voyeuristischer und sadistischer Fieserich (Gibt es eigentlich einen Gefängnisfilm, in dem der Direktor kein Arsch ist?), der selbst vor psychedelischer Mindfuck-Folter, festgebunden an einer Schleudermaschine, nicht zurückschreckt – zudem hat er auch noch ein Auge auf Johns Frau geworfen. Die Zeit wird knapp. Kann John das Unmögliche schaffen und seine holde Maid retten, um mit ihr zu fliehen?


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Die Herrscherin des Bösen

Inhalt

Der Autor Edmund Blackstone (Jonathan „Barnabas“ Frid) hat gerade einige Freunde und Bekannte zu Gast auf seinem Anwesen, als plötzlich drei seltsame Gestalten auftauchen: Ein kleinwüchsiger Franzose mit Make-up, schlechtem Modegeschmack und hochgepitchter Stimme. Ein stummer und entstellter schwarzer Riese mit ebenso exquisitem Kleidungsstil. Und ein sexy Vamp. Die drei terrorisieren die Anwesenden und starten ihre Funny Games Light, unter anderem mit einem gar grauenhaften Wettrennen rund um das Haus – der Verlierer stirbt.


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Overlord Staffel 1

Inhalt

Viele Jahre galt Yggdrasil als die Krönung unter den Online Multiplayer Rollenspielen. Doch an allem nagt der Zahn der Zeit. Die Spieler wendeten sich nach und nach ab, sei es aus privaten Gründen, oder weil sie auf aktuellere Games umstiegen, auch die Anzahl der aktiven Mitglieder in Momongas Gilde verringerte sich zusehends. Bis er sich eines Tages ganz allein in seinem Domizil wiederfindet. Ein letztes Mal noch dreht er, mitsamt seinen untergebenen NPCs, eine Ehrenrunde, bevor die Server endgültig abgeschaltet werden. Doch als er die Augen schließt und das Ende erwartet, befindet er sich nach wie vor im Spiel. Immer noch allein, bloß dass die NPCs lebhafter und intelligenter erscheinen als je zuvor, zudem wurde das Hauptquartier der Gilde in eine andere Gegend versetzt. Da er sich nicht mehr ausloggen kann, muss er also weiterhin für seine Untergebenen den fiesen Overlord mimen, außerdem beschließt er, die neue Welt zu erkunden, um weitere Spieler ausfindig zu machen denen es ähnlich ergeht wie ihm.


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Taboo Staffel 1

Der totgeglaubte James Keziah Delaney taucht zum Begräbnis seines Vaters plötzlich wieder in England auf. Von seiner langen Reise mitgebracht hat er vor allem eine Menge Zorn. Sein Schiff, das illegalen Sklaventransport betrieb, sank vor der afrikanischen Küste, und verantwortlich dafür ist die East India Trading Company. Sich mit jener anzulegen, wird allerdings nicht einfach, da die Firma inzwischen ähnlich mächtig wie der König selbst ist. Doch vielleicht lassen sich die Spannungen zwischen der Krone und der East India ausnutzen, auch die sich mit den Briten im Krieg befindlichen Amerikaner könnten ihren Teil dazu beitragen…
Mit wundervollen Bildern, die an klassischen Gothic Horror erinnern, nur mit deutlich mehr Dreck – teils so schmutzig, dass man den Drang zu Duschen, oder sich zu kratzen, verspürt –, wurde hier ein relativ komplexes und gut verwobenes Intrigen- und Rache-Drama in bester Dumas-Manier inszeniert. Inklusive passender Besetzung, die einigen Mut zur Hässlichkeit aufbringt; von recht exzentrischen Gestalten bis hin zu den erlesensten fiesen Hackfressen ist alles dabei. Allein schon den Grantler James Delaney (Tom Hardy) zu beobachten, ist ein großer Genuss. Oona Chaplin, als seine Schwester, ist ähnlich creepy wie ihre Mutter Geraldine (Tochter von Charlie Chaplin) zuletzt in Hinter den Mauern, bloß die Chemie zwischen den beiden Darstellern vermag nicht immer so ganz zu überzeugen.
Manches ist überzogen, hätte nicht weiter überrascht, wenn hier, wie z.B. bei Preacher, ein Comic als Vorlage gedient hätte. Das Mystery/Okkult-Gedöhns nimmt zuweilen unnötig überhand und wird auch zu häufig wiederholt. Doch hat man sich erst an den Ton der Serie gewöhnt und kann über kleinere Makel hinwegsehen, bekommt man spannende und zumeist straff dargebotene Unterhaltung mit dichter Atmosphäre geboten. Die erste Staffel schließt sehr zufriedenstellend ab, aber eine zweite ist bereits geplant, schließlich wurden noch nicht alle zur Rechenschaft gezogen…
7,5 / 10

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