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Friedhof der Kuscheltiere

Die Familie Creed zieht gerade in ihr Hinterwäldler-Landhaus ein. Sie lassen das jüngste Kind nur kurz unbeaufsichtigt am Straßenrand stehen und schon wird es fast von einem LKW überfahren, der großväterliche Nachbar von gegenüber kann den Kleinen gerade noch abfangen. Das Haus liegt nämlich nahe an einer dicht befahrenen Straße. Augen auf beim Immobilienkauf.
Der erste Arbeitstag des Vaters, Louis, ist nicht minder Turbulent. Jener ist Arzt und bekommt gleich mal einen Schwerverletzten eingeliefert, den er aber nicht mehr retten kann. Der Verletzte ist so dankbar dafür, dass Louis zumindest versucht hat ihn zu retten (Schließlich nicht selbstverständlich für einen Arzt…), dass er Louis fortan heimsucht um ihm wertvolle Ratschläge zu geben, auf die er eh nicht hört. Zum Beispiel, dass er die Stelle hinter dem Haustierfriedhof, in der Nähe ihres Hauses, meiden soll.
Es dauert nicht lange, bis die Straße ihren Tribut fordert und die Katze der Creeds überfahren wird. Louis ist verzweifelt, da erzählt ihm der Nachbar von der Stelle hinter dem Haustierfriedhof, dort befindet sich ein verfluchter Friedhof der Micmac Indianer (Nicht zu verwechseln mit dem schottischen Macmic Klan, oder dem leckeren NicNac’s Snack…); wer immer dort begraben wird, soll wieder lebendig werden. Dass man jedoch verändert und bösartig wiederkommt, fällt dem hilfsbereiten Nachbarn natürlich erst im Nachhinein ein.
Das Glück der Familie mit Zombiekatze hält nicht lange an, denn bald stirbt ein weiteres Familienmitglied. Ihr werdet nie erraten, wie. Richtig. Die Eltern des Jahres hatten wieder einmal die Straße nicht im Blick. Jedenfalls denkt sich Louis – die Warnungen des Nachbarn und des Hausgeistes ignorierend –, da das mit der Katze schon so super geklappt hat, könnte man das doch auch mit einem Menschen versuchen. Und die Tragödie nimmt ihren Lauf…

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Yoshiko Sai

So, erst einmal Pause für November, da ich mit anderen Dingen beschäftigt bin. Zuvor starte ich noch eine kleine Reihe, in der ich hin und wieder etwas aus meiner Sammlung hierzulande kaum bekannter japanischer Alben vorstelle, abseits des üblichen J-Pop und Anime Gedüdels.

Das zweite und dritte Album aus 76 und 77 sind meine Favoriten von Yoshiko Sai. Ihre glasklare, kräftige Stimme wird von zumeist ruhiger Musik getragen, geprägt von Folk, Blues und Rock, teils mit jazzigen oder psychedelischen Einschüben. Die wundervollen Cover-Illustrationen stammen übrigens ebenfalls von ihr.

Nächte des Grauens

Inhalt

Die Todesfälle aufgrund einer unbekannten Erkrankung häufen sich in dem kleinen Bergarbeiterdorf in Cornwall, das von Peter Tompson ärztlich betreut wird. Um gemeinsam die Ursache dieser Epidemie zu ergründen, lädt er seinen Mentor Sir James Forbes aus London zu sich ein. Bald entdecken die beiden, dass die Gräber der Verstorbenen leer sind. Zudem soll es in der Gegend des Bergwerks spuken. Inhaber ist der lokale Gutsherr Clive Hamilton, mit seiner Rückkehr aus Haiti fing auch das große Sterben an. Grund genug, ihm auf den Zahn zu fühlen.


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The Rite

Der junge Michael Kovak hat die Karrierewahl zwischen Bestatter und Priester. Letztendlich beschließt er, unter freundlichem Druck – *hust* Erpressung *hust* – seines Mentors Pater Matthew, doch lieber weiterhin den religiösen Weg zu bestreiten, und zwar in Rom, wo er ein Exorzismus-Seminar besuchen soll. Als moderner Skeptiker eckt er dort schnell an, woraufhin er zum praktizierenden Exorzisten Pater Lucas geschickt wird, damit der ungläubige Thomas äh… Michael es mit eigenen Augen sieht. Anfangs noch am Zweifeln, wirken die die mysteriösen Ereignisse zunehmend überzeugender. Doch auch Pater Lucas ist nicht allzu gefestigt, dem beelzigen Buben gelingt es, von ihm Besitz zu ergreifen. Nun kann nur mehr Michael ihn retten. Denn indem er zu glauben beginnt, dass Satan existiert, glaubt er auch an Gott. Dieser Logik kann sich der mächtige Beelzebub nicht erwehren und flieht. Hallelujah! Der Vatikan findet den Film super, wer hätte das gedacht. Sorry, dass ich hier ausnahmsweise mal Spoiling betreibe, aber der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute vorhersehbar, man wird es mir hoffentlich verzeihen.
The Rite fängt schon höchst unsympathisch mit einem „Basierend auf wahren Begebenheiten“-Unsinn an. Ach Leute, lasst das doch einfach weg und macht einen ganz normalen, phantastischen Film, ohne einen True Story Schmu zu suggerieren. Bei der Richtung, die The Rite einschlägt, ist das eine Verhöhnung der realen Exorzismus-Opfer und glorifiziert religiöse Fanatiker. Ja, das ist nach wie vor ein Thema, erst 2015 wurde in Frankfurt eine Frau bei einem „Exorzismus“ getötet.
Aber gut, wieder zum Film. Der bringt absolut nichts Neues. Die zweifelnden, oder vom Glauben abfallenden Exorzisten. Die Besessenen, die sich grotesk räkeln, in fremden Zungen sprechen, oder die Exorzisten beschimpfen – allerdings sehr zivilisiert im Vergleich zum Exorzist von 1973, in Italien wird man nur von gemäßigten FSK16-Teufeln besessen, wie es aussieht. Ansonsten gibt es lahmen Budenzauber mit unpackender Symbolik; die Frösche gingen mir am Arsch vorbei, das dämonische Maultier war zumindest lustig…
Positiv kann man sagen, dass das Ganze zwar nicht sonderlich raffiniert aber routiniert inszeniert wurde, vor allem die Kamera und die schmucken Schauplätze stechen häufiger hervor. Rutger Hauer und Anthony Hopkins erbringen eine ordentliche Leistung, über den blassen Hauptdarsteller schweigen wir besser.
Jetzt habe ich übrigens richtig Lust bekommen, mal wieder Von allen Geistern besessen zu glotzen. Ewig nicht gesehen. Schade, dass der nicht in Prime enthalten ist. Etwas lustiger, genauso ungruselig, doch moralisch nicht so eklig, wie dieser erzkatholische Propagandafilm hier.
4 / 10

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