Archiv der Kategorie: Musik

David Sylvian – Secrets of the Beehive

Sylvians Karriere als Solokünstler weist nicht nur im Verlauf – vom Mitglied einer erfolgreichen Band zum respektierten Experimentalmusiker – wie auch stilistisch frappierende Ähnlichkeiten zu der von Scott Walker auf, beide haben außerdem vergleichbare Stimmen mit dickem Pathos. Davon abgesehen, dass sie in völlig unterschiedlichen Jahrzehnten begannen. Sylvians Band Japan war optisch und musikalisch exemplarisch für die 80er, stark von Art Pop und dem aufkommenden New Wave geprägt, bzw. selbst prägend für das Genre. Vielleicht ein Grund, weshalb ich mich bisher von Sylvians Schaffen fernhielt; ich mag den 80er Sound nicht so sehr. Doch alle Vorbehalte erwiesen sich als nicht gerechtfertigt, denn Secrets klingt nicht typisch 80er. Das mag daran liegen, dass das Album nicht von synthetischen Instrumenten dominiert wird und die Produktion warm und transparent klingt. Auch die aktuelle Version ist für ein 2000er Remastering vorbildlich behutsam; keine Chance im Loudness War, auch nicht zu Tode komprimiert, ausreichend Luft zum Atmen.
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The Firebirds / The 31 Flavors – Light My Fire / Hair

Exploito, nein, das hat nichts mit Exploitation Film zu tun, dieses „Genre“ kam in den Sechzigern auf und spezialisierte sich darauf, mit möglichst wenig Aufwand möglichst dick abzucashen. Dabei sprang man auf den aktuellen musikalischen Trend auf, zu der Zeit also Psych und Blues Rock, weshalb die Bandnamen häufig mit einem „The“ begannen und die Albumtitel von bekannten Größen stammten, in dem Fall z.B. von The Doors. Nach ein, zwei Alben hörte man dann auch nichts mehr von den, zumeist aus anonymen Studiomusikern bestehenden, Bands. Viele dieser Releases rotten vergessen in alten Vinyl-Sammlungen vor sich hin, wenn nicht gerade ein Retro-Label wie Gear Fab Records eines davon ausgräbt und neu veröffentlicht. Hier haben wir gleich zwei Alben aus dem Ende der sechziger Jahre auf einer Disc, da jeweils nur ungefähr eine halbe Stunde kurz.
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Pink Floyd – The Endless River

Immer am Puls der Zeit, habe ich nun in das brandaktuelle Pink Floyd Album von 2014 reingehört… Entstanden ist das Material hauptsächlich bei den Aufnahmen zum 1994er Division Bell, kein schlechtes Album, weshalb ich dessen „Outtakes“ eine Chance geben wollte. Treibende Kreativkraft hinter den Songs sind Gilmour und Wright, Stammtrommler Nick Mason sowie diverse Gastmusiker sind mit von der Partie. Pink Floyd – The Endless River weiterlesen