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Yoshiko Sai

So, erst einmal Pause für November, da ich mit anderen Dingen beschäftigt bin. Zuvor starte ich noch eine kleine Reihe, in der ich hin und wieder etwas aus meiner Sammlung hierzulande kaum bekannter japanischer Alben vorstelle, abseits des üblichen J-Pop und Anime Gedüdels.

Das zweite und dritte Album aus 76 und 77 sind meine Favoriten von Yoshiko Sai. Ihre glasklare, kräftige Stimme wird von zumeist ruhiger Musik getragen, geprägt von Folk, Blues und Rock, teils mit jazzigen oder psychedelischen Einschüben. Die wundervollen Cover-Illustrationen stammen übrigens ebenfalls von ihr.

David Sylvian – Secrets of the Beehive

Sylvians Karriere als Solokünstler weist nicht nur im Verlauf – vom Mitglied einer erfolgreichen Band zum respektierten Experimentalmusiker – wie auch stilistisch frappierende Ähnlichkeiten zu der von Scott Walker auf, beide haben außerdem vergleichbare Stimmen mit dickem Pathos. Davon abgesehen, dass sie in völlig unterschiedlichen Jahrzehnten begannen. Sylvians Band Japan war optisch und musikalisch exemplarisch für die 80er, stark von Art Pop und dem aufkommenden New Wave geprägt, bzw. selbst prägend für das Genre. Vielleicht ein Grund, weshalb ich mich bisher von Sylvians Schaffen fernhielt; ich mag den 80er Sound nicht so sehr. Doch alle Vorbehalte erwiesen sich als nicht gerechtfertigt, denn Secrets klingt nicht typisch 80er. Das mag daran liegen, dass das Album nicht von synthetischen Instrumenten dominiert wird und die Produktion warm und transparent klingt. Auch die aktuelle Version ist für ein 2000er Remastering vorbildlich behutsam; keine Chance im Loudness War, auch nicht zu Tode komprimiert, ausreichend Luft zum Atmen.
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