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Yoshiko Sai

So, erst einmal Pause für November, da ich mit anderen Dingen beschäftigt bin. Zuvor starte ich noch eine kleine Reihe, in der ich hin und wieder etwas aus meiner Sammlung hierzulande kaum bekannter japanischer Alben vorstelle, abseits des üblichen J-Pop und Anime Gedüdels.

Das zweite und dritte Album aus 76 und 77 sind meine Favoriten von Yoshiko Sai. Ihre glasklare, kräftige Stimme wird von zumeist ruhiger Musik getragen, geprägt von Folk, Blues und Rock, teils mit jazzigen oder psychedelischen Einschüben. Die wundervollen Cover-Illustrationen stammen übrigens ebenfalls von ihr.

The Firebirds / The 31 Flavors – Light My Fire / Hair

Exploito, nein, das hat nichts mit Exploitation Film zu tun, dieses „Genre“ kam in den Sechzigern auf und spezialisierte sich darauf, mit möglichst wenig Aufwand möglichst dick abzucashen. Dabei sprang man auf den aktuellen musikalischen Trend auf, zu der Zeit also Psych und Blues Rock, weshalb die Bandnamen häufig mit einem „The“ begannen und die Albumtitel von bekannten Größen stammten, in dem Fall z.B. von The Doors. Nach ein, zwei Alben hörte man dann auch nichts mehr von den, zumeist aus anonymen Studiomusikern bestehenden, Bands. Viele dieser Releases rotten vergessen in alten Vinyl-Sammlungen vor sich hin, wenn nicht gerade ein Retro-Label wie Gear Fab Records eines davon ausgräbt und neu veröffentlicht. Hier haben wir gleich zwei Alben aus dem Ende der sechziger Jahre auf einer Disc, da jeweils nur ungefähr eine halbe Stunde kurz.
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Pink Floyd – The Endless River

Immer am Puls der Zeit, habe ich nun in das brandaktuelle Pink Floyd Album von 2014 reingehört… Entstanden ist das Material hauptsächlich bei den Aufnahmen zum 1994er Division Bell, kein schlechtes Album, weshalb ich dessen „Outtakes“ eine Chance geben wollte. Treibende Kreativkraft hinter den Songs sind Gilmour und Wright, Stammtrommler Nick Mason sowie diverse Gastmusiker sind mit von der Partie. Pink Floyd – The Endless River weiterlesen

I’m Not There

Blu-ray

Hier ist er nicht zu finden, und dann doch irgendwie… Teils ähnlich surreal wie so mancher seiner Songs, speziell in der Mitte-60er-Phase, versucht dieser Film, Leben und Werk Bob Dylans zu fassen. Eine Reise durch seine Biographie, versetzt mit Musikclips bzw. Songdeutungen (Mal mehr, mal weniger gelungen. Ballad of a Thin Man fand ich doch enttäuschend uninspiriert), dabei wird er je nach Lebensabschnitt von anderen Darstellern verkörpert (mit dabei Größen wie Christian Bale und Cate Blanchett).
Indem die Handlung chronologisch durcheinandergewürfelt wird, tut man sich zusätzlich nicht gerade einen Gefallen, wenn man nicht viel Ahnung von Dylan hat, ist der Film auch so schon über weite Strecken kryptisch und schwer genießbar. Ich würde raten, vorher wenigstens den Wikipedia Artikel komplett zu lesen – noch besser: dieses Reclam Büchlein, oder die Doku von Scorsese.
Nicht falsch verstehen: I’m Not There ist durchaus lohnenswert und interessant, verlangt dem Zuschauer aber einiges an Vorwissen und Aufgeschlossenheit ab.

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